Mittwoch, den 18. Juli 2018 um 19:13 Uhr

Weltmeisterschaft, UYCAs, Attersee (AUT), 30.06.-06.07.2018

Deutschland ist Weltmeister!

Nach Cowes und Saint Raphael also wieder ein Binnenrevier für die WM.
Mit 41 Booten aus sechs Nationen war ein schönes Feld am Start.
Es gab eigentlich noch eine weitere Meldung aus Österreich, die gar ein neues Boot bei Mader bestellt hatten, aber dann doch nicht mehr wollten, dazu gibt es sehr unterschiedliche Versionen über das Warum und Weshalb, aber das bleibt jetzt hier unkommentiert.

Zur Tempest-Familie kamen trotzdem einige Newcomer und die haben es sicher nicht bereut dabei gewesen zu sein.

Gastgeber war heuer mit dem Union Yacht Club Attersee, einer der größten, ältesten und schönsten Segelclubs in Österreich. Vier Hektar Grund, vier riesige Stege und ein feudales Clubhaus.
Top Infrastruktur und überhaupt gab es da nix zu meckern:
Der gesamte Event war hervorragend von Christian Hotwanger organisiert:
„Unser“ Wettfahrtleiter „Blondl“ verdient mit seiner Truppe auch besonderes Lob:
Immer Herr der Lage, hielt uns „Blondl“ mit seinem wunderbaren „österreichischen Englisch“ auf dem aktuellen Stand – seine Prognosen für den Tag waren nicht nur amüsant, sondern meist auch zutreffend.
Aber was einen sehr guten Wettfahrtleiter auch auszeichnet ist, dass er die Gelegenheiten für die Wettfahrten auch zu nutzen weiß und das ging sich wirklich gut aus bei dieser WM, denn trotz der langfristigen Prognosen war der Wetter- und Windgott nicht immer auf unserer Seite.


Samstag Anreise der meisten Teilnehmer und Vermessung, Einkranen und Zuteilung der Liegeplätze – alles sehr geschmeidig – nur Sepp hatte seinen Messbrief zuhause vergessen, aber Dank der Hilfe von Christian Spranger konnte auch dieses Problem gelöst werden.

Sonntag Practice- Race:
Der Wind kam aus der Rosenwind-Richtung, war aber keiner, es drehte wie verrückt und 
das war auch gleich der Vorgeschmack für die folgenden Tage.
Die Eröffnungsfeier im Ortszentrum von Attersee folgte am Abend bei bestem Wetter, Freibier und Häppchen.




Montag Race Day 1:
Die beiden geplanten und erlaubten Wettfahrten konnten bei bestem Wetter und Wind aus Nord gestartet werden.
Die Linie war sauber gelegt und großzügig in der Länge, aber im Gegensatz zum Practice Race ging es nur über die rechte Seite. Die Tempest-Segler hatten da eine gute Nase dafür, was dazu führte, dass in der zweiten Wettfahrt 40 Boote versuchten am Startschiff über Linie zu kommen, in Race 1 sind die Pinnend-Starter jämmerlich verhungert.
Na ja – da kann die Linie lang sein, wie sie will: 41 Boote am Startschiff geht sich für nicht für alle aus.
Im Gegensatz zum Vorjahr hatten wir aber keinen einzigen allgemeinen Rückruf und nie Black-Flag!
Sieger in Race 1:  Erlacher / Wöhrer vor Spranger /Kopp und den Christens aus der Schweiz

Sieger Race 2: Kujan / Kujan vor den Christens und Weigelt/ Rusi

Also waren die erwarteten Leute an Tag eins vorne, allerdings kam da noch eine Newcomer Mannschaft aus Österreich mit ins Spiel: Wiesinger / Tschepen fuhren gleich zwei vierte Plätze nach Hause und waren Gesamtvierte nach den Christens und den punktgleichen Erlacher/Wöhrer und den Kujans.




Dienstag Race Day 2:


heute wären drei Wettfahrten theoretisch möglich gewesen, aber der Wind lies leider nur ein Rennen bei bestem Wetter und leichterem Wind zu.
Wieder Nord-Wind, wieder kein „echter Rosenwind“, wieder die rechte Seite.
Sieger: Suter/ Hochuli aus der Schweiz vor Spranger / Kopp und Ribback/ Schweizer auch aus der Schweiz.

Zwischenklassement nach 3 Wettfahrten:

Christen / Christen vor Spranger / Kopp und Erlacher / Wöhrer


Mittwoch Race Day 3:

keine Wettfahrten – es stellte sich kein segelbarer Wind ein.




Donnerstag Race Day 4:

die Segler warteten den ganzen Tag – es wurde langsam eng mit einer gültigen WM. Für Freitag war Schlechtwetter und Westwind angekündigt, das wären also keine zuverlässigen Bedingungen.
Am frühen Abend stellte sich Westwind ein, allerdings gepaart mit Gewitterzellen, also mussten wir weiter abwarten, wie sich die Lage entwickelt.
Es war schon nach 18:00 Uhr als die Wetterwarte in Salzburg meldete, dass die drohende Gewitterzelle sich verzieht und sofort wurde ausgelaufen.
Der Westwind nahm schnell zu und während des Starts waren 20 Knoten Wind, in Böen über 30. Es gab einige schöne Sonnenschüsse und viele Badeeinlagen, aber außer einem Großsegel kaum Bruch.



Franky Weigelt und Rusi fuhren trotz Kenterung einen Laufsieg heraus. Zweite wurden Magg / Wördehoff vor Spranger / Kopp, die somit die Gesamtführung hatten vor den Christens und Schmohl / Ostertag.
Im Anschluss fand das Galadiner mit einiger Verspätung, aber bei bester Stimmung statt.
Die WM war mit der vierten Wettfahrt im Sack und trotz der fordernden Bedingungen waren doch alle froh, dass wir heute noch gesegelt sind.
Der Falconer Preis 2018 ging verdient an den ITA Präsidenten Manfred Schumi, herzlichen Glückwunsch!


Freitag Race Day 5:

grauer Himmel und leichter Regen – aber kein Westwind!
Blondl lies uns trotzdem zeitig auslaufen und die fünfte Wettfahrt wurde bei drehendem Südwind gesegelt. Mit dem Streicher nach fünf Wettfahrten wäre für einige Teams noch der Titel möglich.
Sieger WF 5 die Christens vor Spranger / Kopp und dem New Zealand Team Hochgraef / Zellner!
Für die führenden Teams war es mit dem Streicher eine fürchterliche Rechnerei, in Führung blieben Spranger/ Kopp vor den beiden Schweizer Booten  Christen / Christen und Suter / Hochuli, alle anderen waren eigentlich raus aus dem Titelrennen.
Nach mehren Umbauten des Kurses (es wechselte ständig zwischen Süd- und Westwind) wurde noch die sechste Wettfahrt gesegelt.
Weigelt / Rusitschka gewannen die letzte Wettfahrt und wurden somit Vizemeister.
Die beiden Schweizer Boote waren nur im Mittelfeld und raus aus dem Titelkampf.
Spranger / Kopp reichte ein 12. Platz zum verdienten Titel, nachdem sie dreimal hintereinander nur knapp Vizemeister waren! Herzlichen Glückwunsch!!!



Bericht: Mathias Pilmes, GER1145

Ergebnis

Fotos (später mehr)

Die Rennen im Tracker zur Nachschau