News 2018


Zum Jubiläum der 50. Tempest Weltmeisterschaft laden wir euch ganz herzlich an den Tegernsee ein.

Der Tegernsee: das kleinste Revier jemals für eine Tempest WM und der YCaT: ein kleiner Club mit gerade mal 350 Mitgliedern und kaum Platz für eine 50 Boote starke Kielbootflotte? Das klingt ein wenig nach dem gallischen Dorf, ihr wisst schon: die Römer, Asterix usw. Und als Veranstalter frägt man sich: warum tun wir uns das an?

Ganz einfach, weil uns die Tempest Klasse am Herzen liegt und die Tempest schon immer hier zu Hause war. Die Olympiateilnehmer 1972 Dr Heinz Laprell und Wolf Stadler kamen aus unserem Club und den zweimaligen Weltmeister Sepp Höss muss man in unserer Klasse nicht mehr vorstellen. Sepp wir mit guten 80 Jahren auch 2019 wieder am Start sein weil er Tempestsegeln immer noch geil findet.


Ihr als Tempest-Segler werdet euch die Frage stellen: warum sollen wir dahin?

Auch ganz einfach: weil wir ein Fest für die Tempest-Segler veranstalten werden und wenn die Bedingungen „normal“ sind, wird es auch für die Favoriten kein Spaziergang zum Titel. Der Tegernsee ist ein Segelrevier, das eigentlich nur bei Schönwetter gut funktioniert – Thermik in der Früh und am Nachmittag – nicht so kräftig wie am Gardasee, aber auch verlässlich. Die morgendliche Thermik ist die schönste: 3-5 Windstärken und sehr konstant, dass bedeutet aber auch sehr früh aufstehen: Start um 6:00 -7:00 Uhr- Start nicht auslaufen!!! Die nachmittägliche Thermik ist schon launischer und bedingt durch die Topographie sehr wechselhaft und drehend. Bei Schlechtwetter kann man am Tegernsee eigentlich keinen vernünftigen Kurs auslegen – da ist der See zu schmal – also: Alle ein Kerzlein anzünden und um schönes Wetter bitten.

Beim Rahmenprogramm den sogenannten „social events“ wird´s wenig mondän wer´n und wenig dinern sondern eher bayrisch zünftig zua gehn: a Musi, a Bier, no a Bier und no a Bier, … und a Brotzeit. A „Galadiner“ mach ma ned – aber an „Champions–Event“ mit möglichst vielen ehemaligen Weltmeistern.


Wir dürfen am Tegernsee auch einen neuen „Spielkameraden“ begrüßen: Spitzensegler  und Segelprofi Markus Wieser lässt sich seine Tempest gerade bei Mader bauen und wird mit dem „local hero“ Thomas Auracher (Achtung Ohrenstöpsel mitnehmen!) am Start sein. Die Beiden  kommen sicherlich nicht nur wegen der schönen Kulisse und dem guten Tegernseer Bier.

Und eine Bitte noch: an der erste Luvtonne wird´s sehr lebhaft werden – also nochmal ins Regelbuch schauen und nicht übermotiviert agieren, weil der Mader ist zwar in der Nähe, aber der hat ja nie Zeit.

Wir freuen uns auf euch!

Mathias Pilmes, YCaT (Tegernseer Bier macht kreativ, aber sponsern dern´s nix, mias ma ois selba kaufa)


Alle Infos auf: www.tempestworlds.com






 

Nachruf Dr. Achim Blaurock (GER1182)

Leider verstarb Mitte Januar 2019 unser Segelfreund Dr. Joachim Blaurock aus Berlin.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner hinterbliebenen Familie.

Bevor Achim zur Tempest kam war er erfolgreicher H-Jollensegler, 2-facher Deutscher Meister und Mannschaftsarzt der Segel-Nationalmannschaft im National Paralympic Committee Germany.

Achim stieg zwar erst im letzten Jahr in unsere Klasse ein, war aber schon nach kurzer Zeit begeisterter Tempest Segler!
Er nahm gleich zum Saisonauftakt 2018 in Südfrankreich mit seiner Frau Kerstin am Eurocup teil, war am Simssee und auch bei der WM am Attersee dabei. Sogar der Gardasee war ihm eine Reise wert und er segelte mit uns dort den Eurocup in Torbole.

Es ist sehr schade, dass wir Achim nur eine Saison bei uns haben konnten, wir hätten bestimmt noch viel Spaß zusammen gehabt!
Wer ihn in der kurzen Zeit kennenlernen durfte wird ihn sicher noch lange Zeit in Erinnerung behalten.





 

Nachruf Mike Adams (GBR 1181)

Wir bekamen die traurige Nachricht, dass Mike Adams am 22.12.2018 gestorben ist. Das Begräbnis fand Anfang Januar in Carlisle statt.
Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, insbesondere Lillian und Paul.

Mike war einer der engagiertesten Tempest Segler der vergangenen Jahrzehnte und nahm jedes Jahr viele Kilometer Fahrt auf sich um an den Weltmeisterschaften seiner geliebten Tempest Klasse teilzunehmen, egal wo sie stattfanden.

Von 2005 bis 2009 war er ITA Präsident und spielte eine aktive Rolle für wichtige Änderungen in der Tempest, wie zum Beispiel bei der Einführung des großen Spinnakers, der unserem Boot einen moderneren Look und ein besseres Handling gab.
Bei der Organisation der Weltmeisterschaften in England war Mike selbstverständlich immer mit Herzblut dabei.

Wir werden seinen Humor vermissen, seine Hilfsbereitschaft und seine Verdienste um unsere Klasse.

Aber wir werden ihn nie vergessen.






 

Wiesn Humpen, MRSV, Starnberger See, 22.-23.09.2018

Sonniges, warmes Wetter entgegen den Prognosen (Regenwetter) überraschte uns am Starnbergersee. Am Samstag wurde der Wettfahrtleiter Dominik Wördehoffund seine Crew stark gefordert, da der Wind, kaum begann das Startprozedere, sich wieder verflüchtigte, oder stark drehte, so dass die Wettfahrten immer wieder abgeschossen werden mussten. Sogar auf dem Wettfahrtleiterboot wurde Unmut laut ob der ständigen Huperei….
Das lange Warten wurde schlussendlich belohnt und ein Südwind bis 2 Bf baute sich auf und ermöglichte zwei Wettfahrten.



Für Sonntag wurde eine Sturmwindfront angekündigt, welche etliche SeglerInnen verunsicherte, ob überhaupt eingewassert werden sollte. Die Wettfahrtleitung forderte zum schnellen Auslaufen auf, um noch vor der Front die zwei fehlenden Läufe durchzubringen.
Bei auffrischendem Süd- Südwestwind von 3-5 Bf konnten beide Wettfahrten gesegelt werden.
Dominik bestand seine Feuerteufe als Wettfahrtleiter bravourös. Und die Sturmwindfront? die verschonte uns :-)

Bericht: Cornelia Christen, SUI 1122

Ergebnis




 
Freitag, den 28. September 2018 um 16:39 Uhr

Herbstregatta, WSC, Waginger See, 08.-09.09.2018

Ein neuer Termin aber leider kein Wind am Waginger See.
Bei bestem Wetter fanden sich 16 hochmotivierte Teams beim Waginger Segelclub
ein.
„Der wärmste Badesee Bayerns in windgeschützter Lage“ – das ist kein Witz, so wirbt die Gemeinde Waging tatsächlich für sich - kam diesem Slogan für uns Segler im schlechtesten Sinne nach.
Leider eine seltene Nullnummer, die vergangenen Jahre hatte es immer Wind, aber in Ossiach war es heuer auch so. Pech gehabt!
Neben den Tempest´s waren auch ein Häuflein Korsare mit dabei. Die waren von der Feier- und Partykultur in unserer Klasse schwer beeindruckt. Weil diese Paarung auch im nächsten Jahr wieder in Waging zusammen auf die Bahn gehen soll, gelobten die Korsar-Segler bis dahin fleißig zu üben, damit sie dann nächstes Jahr beim Feiern vielleicht mit uns mithalten können.

Bericht: Mathias Pilmes, GER 1145

Ergebnis




 
Freitag, den 28. September 2018 um 16:34 Uhr

Eurocup, CVT, Gardasee, 23.-25.08.2018

13 Schiffe fanden den Weg zum Circolo Vela Torbole, um den diesjährigen Tempest-Eurocup auszusegeln. Ich trat dazu mit dem erfrischenden Jungspund Merlin Lippert an. Wir lernten uns kennen am Dienstag Morgen, den 21. August, als ich ihn daheim abholte. Er stammt aus einer sehr erfolgreichen Berliner Jollenseglerdynastie und war - abgesehen vom Opti  früher - bislang als Regattasurfer und 420er-Vorschotmann aktiv.

Während Merlins Vater in Plön um den Meistertitel der O-Jollen stritt, takelten wir nach 13 Stunden Autobahn und einer unruhigen Nacht vor dem verschlossenen Vereinsgelände das Boot auf. Das Kranen ging dort auch deutlich entspannter als am Attersee, trotz der vielen FD´s und einiger Solings, die parallel starteten. Das Segeln auf dem Gardasee, den ich bislang nur vom Ufer kannte, machte die Unbilden der Anreise mehr als wett, umgeben vom Gewimmel der Surfer und südlich auch vielen Kitern. Von Letzteren hielten wir uns im Vento jedoch luvwärts, um mit ihnen nicht „ins Gehege“ zu kommen.

Von Donnerstag bis Samstag absolvierten wir dann sechs Wettfahrten, wir persönlich starteten mit einem vierten Platz und wurden insgesamt Achte. Gewonnen haben unsere Weltmeister Christian Spranger und Christopher Kopp mit 10 Punkten, mit einem Punkt Vorsprung knapp vor Stefan Erlacher und Christian Wöhrer. Ausgeglichene Dritte wurden Scholli und Alex v. Mertens vor Klaus Wende und Max Reichert. Die Leistungsdichte der Klasse zeigt sich auch daran, daß Tobias Spranger / Andreas Gretschmal einen zweiten und 2 dritte Plätze ersegelten und am Ende auf Platz 5 landeten.

Der Wettfahrtleitung wünsche ich im Namen der Aktiven, den Superwind optimal zu nutzen – wenn er denn da ist - und nicht nur dafür auch die Pausen auf dem Wasser nach Möglichkeit zu verkürzen. Für eins der besten Regattareviere Europas kann ich nur werben und hoffe sehr, daß wir uns dort international noch stärker präsentieren, damit der Tempestklasse diese Veranstaltung künftig erhalten bleibt.

Bericht: Achim Blaurock, GER 1182

Ergebnis




 
Samstag, den 01. September 2018 um 14:39 Uhr

Silber Tempest, YCaT, Tegernsee, 11.-12.08.2018

Silber Tempest am Tegernsee - ein Wow-Erlebnis

Online wirbt der Tegernsee auf seiner Homepage mit dem Slogan:
„Nirgendwo, so sagt man, ist Bayern bayerischer als im Tegernseer Tal. Wenn wir nach oben blicken, dann sehen wir einen mustergültigen, weiß-blauen Himmel. Während unten im Tal der See alle in einen Bann der Gemütlichkeit zieht. Erleben Sie den Tegernsee hautnah in seiner Schönheit, in seiner Vielfalt und in seiner Wirkung.“
Das stimmt perfekt! Ein traumhaftes Wochenend-Wetter, das Tal schön, vielfältig, mit einer besonderen Wirkung, allerdings ist der See nicht mehr gemütlich, wenn 26 Tempest sich an der ersten Luv-Tonne begegnen. 5x AUT, 1x SUI, 1x NZL und 21x GER von denen am Samstag 26 bei bestem Wetter starteten. Aber eins nach dem Anderen.

Stolze 28 Meldungen für eine Wochenendregatta sprechen dafür, dass die Tempest-Klasse im Allgemeinen und der YCaT im Speziellen eine hohe Attraktivität besitzen. Bereits am Freitag wurden die ersten Segler herzlichst empfangen, eingewassert und die Trailer verstaut. Die Camper fanden dieses Jahr neu, im oberen Bereich des Schlossgartens ein neues zu Hause. Der Abend auf der Terrasse des Club-Restaurants “See la Vie” mit der bayerischen Herzlichkeit des Wirtes Hermann endet feucht fröhlich, die Harten im Garten gehen noch rüber in’s Bräustüberl mit Ansätzen zum Hochzeit-crashen. Es ist immer wieder schön, mit den Seglern nicht nur segeln zu müssen.



Samstag früh; der Wind steht noch aus Süd, aber es ist schon 10 Uhr. Und das wird ungewöhnlicher Weise noch eine Weile so bleiben. Der See hat nach dem heißen Sommer tatsächlich 25 Grad, was die typischen Tegernsee Winde verändert. Also in aller Ruhe das Schiff aufbauen, die Freunde begrüßen und Weißwürste bestellen. Gleichzeitig bekommen wir vom Werner Biebl eine knappe und sehr professionelle Regattaeinweisung in alle Rahmenbedingungen, vom Wetter über den See, die Winde, die Flaggen, die Kurse, das Prozedere und die Frühstarts, die wir nicht machen (sollen). Für einige überraschend geht’s dann doch noch vor 12 Uhr auf die Piste, da sind die Weißwürst noch frisch auf dem Teller. Die ersten Schaumkronen kommen schon um die Ecke.

Für mich neu, wird der Kurs relativ nahe an Tegernsee gestartet. Der „Blaue Page“ liegt gegen 13:30 Uhr auf Höhe der Promenade beim Monte Mare, gut in Sichtweite für die am Ufer gebliebenen. Wind aus NW mit 3 Bft. in Böen auch gerne mehr, gelingen drei schöne Kurz-Wettfahrten von je ca. 35 Minuten. Am Tegernsee, da wo es meist auf der rechten Seite geht, geht’s diesmal eher Mitte links. Die typischen Dreher sind nicht so deutlich wie sonst, aber immer noch unberechenbar, - wenn man nicht den See liest -. Die Annäherung an die erste Wendemarke bei der das Feld noch eng beieinander liegt zeigt sich sehr spannend. Für mich eine faszinierende Erfahrung, als 15+ (Position an der Marke, nicht Alter) das Geschehen an der Luv-Tonne mit Blick nach Vorn beobachten zu dürfen. Harakiri-Unterwender mit Ausweichmanövern die zu Querstehern und Auffahrunfällen führen, Fluchen, Schimpfen, Flaggenparade und Protestrufe, kringeln oder nicht kringeln und abends ist wieder alles Gut, die Wunden werden miteinander geleckt und beim Bier der Schreck ersäuft. Junge, das ist Segeln. 



Der Wind dreht leicht auf Nord, daher ziehen wir mit der Bahn um. Weiter Nördlich in Seemitte startet die 4. Wettfahrt gegen 15:30, oder auch nicht. Mehrere Frühstarts bei drehenden Winden, sorgen dann für einen disziplinierten Start unter schwarzer Flagge. Typisch für den Tegernsee ist bei 4 Wettfahrten bei jedem ein Patzer dabei. So liegen nach 4 schönen Wettfahrten die ersten 8 in der Wertung teilweise punktgleich durchaus noch in aussichtsreicher Lage auf den Gesamtsieg, wobei Schollmayer und Spranger-senior die Nase vorn haben. Der Sonntag wird’s zeigen.

Relativ spät nach 17:00 Uhr zurück im Hafen werden wir mit Freibier und Schmalzbrot empfangen. Lecker! nach einem langen Tag auf dem Wasser. Die lecker Hähnchen vom Grill brauchen noch, aber Hermann lässt sie knusprig werden. Viel geklönt, gegessen und getrunken geht’s gerade noch vor Mitternacht ins Bett. Mann muss ja morgen wieder segeln.  

Sonntag wieder ein traumhafter Morgen, mit Südwind, warmen Wasser und einer Stimmung wie man sie auf einem Bild alleine nicht einfangen kann. Mann muss es selbst erleben. Auslaufen zur letzten Wettfahrt die um kurz nach zwölf startet. Wind aus NE mit guten 3 Bft. Da sieht’s in der Mitte gut aus, wer sich aber rechts traut hat die Nase vorn. Tatsächlich kommen immer wieder welche von rechts aus dem Schilf die vorhin da noch nicht da waren. Tegernsee halt. Scholli „patzt“ mit einem 7.Platz und fällt von 1 auf 3 zurück, Christian und Christopher können das Ding mit einem 3. Platz im 5. Lauf für sich entscheiden und Hannes Brochier und Peter Kern erkämpfen sich mit einem Sieg den gesamt Zweiten. Herzliche Gratulation an alle Sieger und die die an Erfahrung dazu gewonnen haben.



Einziger Wermutstropfen an diesem schönen Wochenende: zwei verletzte Vorschoter. Kaspel- und Sehenriss am Ringfinger, und eine ausgekugelte Schulter. Gut dass „Orthopädix“ Manfred Appel mit im Feld war und die Schulter wieder an Ort und Stelle brachte – der arme Kollege wurde abends, nach kurzem Krankenhausaufenthalt, aber schon wieder auf der Clubterrasse gesichtet. Gute Besserung!

Nächstes Jahr findet hier die WM statt. Der YCat hat hierfür ein riesen Programm in Vorbereitung, auf das wir uns alle freuen können. Mit dieser Regatta hat er gezeigt, dass er es drauf hat. Den See muss man mögen, da er herausfordernde Aufgaben stellt, aber am Ende gewinnen dann doch die Besten.

Bericht: Ralph Ostertag, GER 1142

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Nachruf Georges Stalder, 1945-2018

Traurig müssen wir Abschied nehmen von einem lieben Freund und engagierten Segelkameraden.

Soweit wir uns zurückerinnern war Georges mit der Tempestklasse verbunden. Durch seine beruflichen Tätigkeiten in England und Amerika hatte er schon früh auch freundschaftliche Kontakte zu den Seglern in diesen Ländern. Er nahm regelmässig in ganz Europa an Regatten teil, war mehrere Jahre Schatzmeister der International Tempest Association und wurde 1997 in Hartlepool (GB) als Nachfolger von Dave Mc Comb zu deren Präsident gewählt. Während seiner 5-jährigen Amtszeit war er Hauptverantwortlicher für die Überarbeitung des gesamten Regelwerks unserer Klasse. Krankheitsbedingt konnte Georges ab 2005 sein geliebtes Hobby nicht mehr ausüben. Der Abschied vom Segelsport war mit vielen traurigen Momenten und Emotionen verbunden.

Nach all den Jahren der Krankheit durfte er nun am 16. Juli einschlafen. Seinen Angehörigen entbieten wir uns herzliches Beileid. Wir werden Georges in dankbarer und lieber Erinnerung behalten.  


Georges im Kreise von guten Freunden bei der Weltmeisterschaft in Spiez 2009.







 
Dienstag, den 31. Juli 2018 um 13:33 Uhr

Drachenwandpokal, SCS, Mondsee (AUT), 21.-22.07.2018

Mein Papa hat gesagt dass es nicht viele Vereine gibt bei denen man so herzlich empfangen wird wie beim SCS Mondsee. Die große Aufregung die ich vor dem Wochenende hatte, als frischgebackene dreizehnjährige Steuerfrau wurde dadurch ziemlich klein „gehackt“ und egal wen ich dort getroffen habe, jeder war sehr nett zu mir.

Nach einer guten Nacht im Wohnmobil hatten wir am Vormittag noch ausreichend Zeit das Boot aufzubauen, zu checken und die neue Travellerschot die Papa beim Mader geholt hat noch einzubauen. Dann ging es pünktlich los zu den drei Wettfahrten dieses Tages, die bei 2-3 Bft. starteten.
Der erste Start war gleich mal einen allgemeiner Rückruf und so hatte ich eine zweite Chance besser zu starten. Beim zweiten Start kannte sich irgendwie plötzlich keiner mehr aus, weil die Signale nicht so kamen wie sie kommen sollten. Der Dritte klappte dann und für mich war das ganze sehr stark drehend und so hörte ich ständig „jemanden“ im Trapez sagen: „ABFALLEN…ABFALLEN…ANLUVEN…ANLUVEN…AAANNNNLLLUUUVVVEEEENNNN!!!!“.

Wieder im Hafen und nach dem Anlegen gingen wir zum Regattahaus, wo ich mit einem sehr lieben Applaus und einem „sauber Emilia“ oder „gut gemacht Emilia“,begrüßt wurde. Das war echt schön, Danke! Nach den 3 Wettfahrten war ich echt kaputt und freute mich auf das, was ich am Vormittag schon in der Nase hatte. Den Schweinsbraten, Schnitzel, Ripperl, Salate bis hin zu
den Marillenknödel von Anni!!! Ich war echt kurz vorm explodieren.
Ah ja, Ergebnisse vom ersten Tag war dass die „Seriensieger“ Mehrwald/Spranger nur einen Punkt hinter Wiesinger/Tschepen lagen. Das konnte ja noch spannend werden und wir vertschüssten uns relativ früh während so manche Teams „etwas“ weiter in die Nacht feierten.

Nach einem sehr schönen Frühstücksbuffet setzte der Wind endlich ein und es wurde die vierte und letzte Wettfahrt bei extremen Starkregen gestartet. Es schüttete so brutal das bei mir die Soße hinten reinlief. Ich sah dass Wiesinger/Tschepen an zweiter Stelle liegend ein größeres Problem hatten, was sich später als gerissenes Unterliek herausstellte.
So kam es wie es kommen mußte, dass Mehrwald/Spranger ihre Siegesserie fortsetzen konnten und nun schon zum dritten Mal in Folge die Regatta am Mondsee für sich entscheiden konnten! Zweiter wurden die Pechvögel und auf Platz drei schon Christopher Kopp mit einem „ausgeliehenen“ Vorschoter aus Wien.

Bei uns war es so dass wir in der Letzten einen 6ten einfahren konnten, weil die Boote knapp vor uns das Leefass mit dem Ziel verwechselten und als sie es merkten war es schon zu spät. Ich freute mich natürlich trotzdem wie ein Schnitzel. Viel wichtiger ist aber dass wir nie Letzter waren und immer knapp hinter dem Hauptfeld ins Ziel kamen.
Ich bin sehr Stolz das ich es geschafft habe und denke das wenn wir noch viel mehr trainieren werden wir einen guten Bootsspeed „zammbringen“. Ich sehe meine seglerische Zukunft auf alle Fälle auf der Tempest und freue mich jetzt schon auf die kommenden Regatten und auf Mondsee 2019.
Herzlichen Dank auch nochmal an Viktor Lassnig für das tolle Weekend!

Bericht: Emilia Wachs, GER 1035

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Mittwoch, den 18. Juli 2018 um 19:13 Uhr

Weltmeisterschaft, UYCAs, Attersee (AUT), 30.06.-06.07.2018

Deutschland ist Weltmeister!

Nach Cowes und Saint Raphael also wieder ein Binnenrevier für die WM.
Mit 41 Booten aus sechs Nationen war ein schönes Feld am Start.
Es gab eigentlich noch eine weitere Meldung aus Österreich, die gar ein neues Boot bei Mader bestellt hatten, aber dann doch nicht mehr wollten, dazu gibt es sehr unterschiedliche Versionen über das Warum und Weshalb, aber das bleibt jetzt hier unkommentiert.

Zur Tempest-Familie kamen trotzdem einige Newcomer und die haben es sicher nicht bereut dabei gewesen zu sein.

Gastgeber war heuer mit dem Union Yacht Club Attersee, einer der größten, ältesten und schönsten Segelclubs in Österreich. Vier Hektar Grund, vier riesige Stege und ein feudales Clubhaus.
Top Infrastruktur und überhaupt gab es da nix zu meckern:
Der gesamte Event war hervorragend von Christian Hotwanger organisiert:
„Unser“ Wettfahrtleiter „Blondl“ verdient mit seiner Truppe auch besonderes Lob:
Immer Herr der Lage, hielt uns „Blondl“ mit seinem wunderbaren „österreichischen Englisch“ auf dem aktuellen Stand – seine Prognosen für den Tag waren nicht nur amüsant, sondern meist auch zutreffend.
Aber was einen sehr guten Wettfahrtleiter auch auszeichnet ist, dass er die Gelegenheiten für die Wettfahrten auch zu nutzen weiß und das ging sich wirklich gut aus bei dieser WM, denn trotz der langfristigen Prognosen war der Wetter- und Windgott nicht immer auf unserer Seite.


Samstag Anreise der meisten Teilnehmer und Vermessung, Einkranen und Zuteilung der Liegeplätze – alles sehr geschmeidig – nur Sepp hatte seinen Messbrief zuhause vergessen, aber Dank der Hilfe von Christian Spranger konnte auch dieses Problem gelöst werden.

Sonntag Practice- Race:
Der Wind kam aus der Rosenwind-Richtung, war aber keiner, es drehte wie verrückt und 
das war auch gleich der Vorgeschmack für die folgenden Tage.
Die Eröffnungsfeier im Ortszentrum von Attersee folgte am Abend bei bestem Wetter, Freibier und Häppchen.




Montag Race Day 1:
Die beiden geplanten und erlaubten Wettfahrten konnten bei bestem Wetter und Wind aus Nord gestartet werden.
Die Linie war sauber gelegt und großzügig in der Länge, aber im Gegensatz zum Practice Race ging es nur über die rechte Seite. Die Tempest-Segler hatten da eine gute Nase dafür, was dazu führte, dass in der zweiten Wettfahrt 40 Boote versuchten am Startschiff über Linie zu kommen, in Race 1 sind die Pinnend-Starter jämmerlich verhungert.
Na ja – da kann die Linie lang sein, wie sie will: 41 Boote am Startschiff geht sich für nicht für alle aus.
Im Gegensatz zum Vorjahr hatten wir aber keinen einzigen allgemeinen Rückruf und nie Black-Flag!
Sieger in Race 1:  Erlacher / Wöhrer vor Spranger /Kopp und den Christens aus der Schweiz

Sieger Race 2: Kujan / Kujan vor den Christens und Weigelt/ Rusi

Also waren die erwarteten Leute an Tag eins vorne, allerdings kam da noch eine Newcomer Mannschaft aus Österreich mit ins Spiel: Wiesinger / Tschepen fuhren gleich zwei vierte Plätze nach Hause und waren Gesamtvierte nach den Christens und den punktgleichen Erlacher/Wöhrer und den Kujans.




Dienstag Race Day 2:


heute wären drei Wettfahrten theoretisch möglich gewesen, aber der Wind lies leider nur ein Rennen bei bestem Wetter und leichterem Wind zu.
Wieder Nord-Wind, wieder kein „echter Rosenwind“, wieder die rechte Seite.
Sieger: Suter/ Hochuli aus der Schweiz vor Spranger / Kopp und Ribback/ Schweizer auch aus der Schweiz.

Zwischenklassement nach 3 Wettfahrten:

Christen / Christen vor Spranger / Kopp und Erlacher / Wöhrer


Mittwoch Race Day 3:

keine Wettfahrten – es stellte sich kein segelbarer Wind ein.




Donnerstag Race Day 4:

die Segler warteten den ganzen Tag – es wurde langsam eng mit einer gültigen WM. Für Freitag war Schlechtwetter und Westwind angekündigt, das wären also keine zuverlässigen Bedingungen.
Am frühen Abend stellte sich Westwind ein, allerdings gepaart mit Gewitterzellen, also mussten wir weiter abwarten, wie sich die Lage entwickelt.
Es war schon nach 18:00 Uhr als die Wetterwarte in Salzburg meldete, dass die drohende Gewitterzelle sich verzieht und sofort wurde ausgelaufen.
Der Westwind nahm schnell zu und während des Starts waren 20 Knoten Wind, in Böen über 30. Es gab einige schöne Sonnenschüsse und viele Badeeinlagen, aber außer einem Großsegel kaum Bruch.



Franky Weigelt und Rusi fuhren trotz Kenterung einen Laufsieg heraus. Zweite wurden Magg / Wördehoff vor Spranger / Kopp, die somit die Gesamtführung hatten vor den Christens und Schmohl / Ostertag.
Im Anschluss fand das Galadiner mit einiger Verspätung, aber bei bester Stimmung statt.
Die WM war mit der vierten Wettfahrt im Sack und trotz der fordernden Bedingungen waren doch alle froh, dass wir heute noch gesegelt sind.
Der Falconer Preis 2018 ging verdient an den ITA Präsidenten Manfred Schumi, herzlichen Glückwunsch!


Freitag Race Day 5:

grauer Himmel und leichter Regen – aber kein Westwind!
Blondl lies uns trotzdem zeitig auslaufen und die fünfte Wettfahrt wurde bei drehendem Südwind gesegelt. Mit dem Streicher nach fünf Wettfahrten wäre für einige Teams noch der Titel möglich.
Sieger WF 5 die Christens vor Spranger / Kopp und dem New Zealand Team Hochgraef / Zellner!
Für die führenden Teams war es mit dem Streicher eine fürchterliche Rechnerei, in Führung blieben Spranger/ Kopp vor den beiden Schweizer Booten  Christen / Christen und Suter / Hochuli, alle anderen waren eigentlich raus aus dem Titelrennen.
Nach mehren Umbauten des Kurses (es wechselte ständig zwischen Süd- und Westwind) wurde noch die sechste Wettfahrt gesegelt.
Weigelt / Rusitschka gewannen die letzte Wettfahrt und wurden somit Vizemeister.
Die beiden Schweizer Boote waren nur im Mittelfeld und raus aus dem Titelkampf.
Spranger / Kopp reichte ein 12. Platz zum verdienten Titel, nachdem sie dreimal hintereinander nur knapp Vizemeister waren! Herzlichen Glückwunsch!!!



Bericht: Mathias Pilmes, GER1145

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Die Rennen im Tracker zur Nachschau

WM - VIDEO von Gert Schmidleitner





 
Samstag, den 09. Juni 2018 um 15:11 Uhr

Internationale Österreichische Meisterschaft, YCZ, Zeller See (AUT), 31.05.-03.06.2018

Zur letzten Regatta vor der WM am Attersee waren 7 österreichische und 14 deutsche Boote am Start.
Also wieder ein sehr erfreuliches Meldeergebnis. Eingeladen hatte diesmal der Yacht Club Zell am See auf Initiative von Tempest-Urgestein Willy Ebster, der auch als Wettfahrtleiter die Fäden souverän in den Händen hielt.
Der Zeller See liegt eingerahmt zwischen hohen Bergen und ist eher als Wintersportort bekannt, aber von hier kommen z.B. auch Österreichs „Vorzeige-Kat-Segler“ Hagara / Steinacher.



Die Veranstaltung begann traditionell an Fronleichnam, bei wechselhaftem Wetter – es wurde bei leichtem Nordwind ausgelaufen, der in Folge aus beinahe allen Richtungen mal kam und somit keinen Start zuließ.
Dann baute sich im Norden noch ein Gewitter auf und der Großteil der Boote schien den Braten zu riechen und segelte zurück in Richtung Hafen. Der Wind frischte auf und es kam zu keinem Startversuch mehr an diesem Tag.
Das Risiko von einem der Gewitter kalt erwischt zu werden, war zu hoch.

Für Freitag war daher eine frühe Startzeit von 7:30 angesagt, aber leider ist der Südwind nicht mit uns aufgestanden.
Gegen Mittag kam dann Nordwind und es konnten drei schöne Wettfahrten gesegelt werden – die Vierte wurde an der Luvtonne wegen abflauendem Wind abgeschossen.
Dass auf Gebirgsseen, wie dem Zeller See, der Wind auch mal eher drehend ist, war eigentlich keine Überraschung, aber die einen kamen mit den Bedingungen besser zurecht als andere.



Zwischenergebnis nach drei Wettfahrten:

1. Stefan Erlacher /Christian Wöhrer souverän in Front mit 1-1-2  (Waging ist zwar kein Gebirgssee, aber da dreht der Wind auch wie deppert)
2. Michi Schmohl / Ralph Ostertag  3-2-7 (auch eine Mannschaft, die mit drehenden Winden bestens zurechtkommt)
3. Stefan Schollmayer / Alexander von Mertens  2-6-5 (die kommen mit allen Bedingungen zurecht)
4. Christian Spranger / David Bulin  9-5-1 (die Beiden mussten sich erst aneinander gewöhnen, da der Stammschote und „Einflüsterer“ Christopher Kopp kurzfristig aus familiären Gründen absagen musste)
5. Andi Polterauer / Helmut Czasny 7-7-3 als beste Österreicher

Am Abend dann ein gemeinsames Segleressen und am Samstag sollte es dann zusammen mit den O-Jollen weitergehen.



Am Samstag konnten zwei weitere Wettfahrten bei ähnlichen Bedingungen, wie am Vortag gesegelt werden.
Beide Läufen gewannen Schmohl / Ostertag und rückten damit Erlacher / Wöhrer bis auf einen Punkt auf die Pelle. Das Team Spranger / Bulin nun auf Platz drei nur einen Punkt vor Schollmayer / Mertens. Fünfte „Mehrfachweltmeister“ Weigelt /Rusitschka auch nur 2 Punkte vor Kohl / Pilmes, die so allmählich Fahrt aufnehmen. Bestes Österreichisches Team auf Platz Sieben : immer noch Polterauer / Czasny allerdings schon 7 Punkte zurück.

Der Aufreger des Tages:
drei Boote wurden wegen nicht getragener Schwimmwesten disqualifiziert.

Der Sonntag hätte also wieder einmal ein spannendes Finale bieten können, wie so oft bei der ÖM – hätte, hätte Fahrradkette:
der Zeller See war wieder ein Idyll, aber leider nur für die Ruderer, die beste Bedingungen vorfanden: gaanz glattes Wasser – für uns war leider nix mehr außer der Kulisse geboten. Sehr Schade!



Bleibt die Gratulation an die Sieger Stefan Erlacher / Christian Wöhrer, die mit der Serie 1-1-2-2-3 verdient gewonnen haben und die Vizemeister Michael Schmohl / Ralph Ostertag 3-2-7-1-1.
Ein großes Lob und Dank an Willy Ebster für seine Leistung als Wettfahrtleiter und die launige Siegerehrung im Stile von Sepp Höss und dem Yacht Club Zell am See als Gastgeber.
Nicht unerwähnt bleiben soll das immerwährende Engagement von ITA Präsident Manfred Schumi, der sich um die Klasse verdient gemacht hat, wie kaum ein anderer. Im Umfeld der ÖM und im Vorfeld der WM war Manfred mit so vielen „Baustellen“ beschäftigt, dass die Konzentration aufs Segeln sicher gelitten hat.
Wenn es noch keinen Kandidaten für den Falconer Preis 2018 gibt: Manfred wäre mein Vorschlag.

Bericht: Mathias Pilmes, GER1145

Ergebnis





 
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